Presseclippings

2017

23.11.2017

Rheinische Post "'Der Kleine Prinz' wird zehn Jahre alt"

Das Restaurant in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten, ist ein positives Besipiel dafür, dass Inklusion möglich ist.

22.11.2017

WAZ/NRZ "'Kleiner Prinz' wird zehn Jahre alt

Das Restaurant soll ein Ort für Menschen mit und ohne Behinderung sein. Die Fischsuppe ist das beliebteste Gericht.

18.11.2017

NRZ "Im Zeichen des Dionysos"

Dionysos, den griechischen Gott des Weines und der Lebenskunst, hat sich das jüngste Künstlerteam der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung (Wfbm) als Inspiration für den vierten Workshop unter der Leitung des Künstlers Otto Zech.

03.11.2017

WAZ/NRZ "Neuer Paketshop in der Behindertenwerkstatt"

Die Deutsche Post hat einen neuen DHL-Paketshop in Wanheimerort in der Duisburger Wekstatt für Menschen mit Behinderung am Kalkweg 24 eingerichtet.

25.10.2017

Rheinische Post "Modelabel kurz vor dem Ritterschlag"

Das "esthétique"-Projekt der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung ist für den Ecodesign-Preis des Bundesumweltministeriums nominiert.

18.09.2017

WAZ "Werkstatt lädt ein zum 'Duisburger Kreis'"

Zum zweiten "Duisburger Kreis" lädt die Werkstatt für Menschen mit Behinderung (Wfbm) ein am Mittowch, 27. September, in seine Räume am Kalkweg 10e. "Mit unternehmerischer Innovation für die Zukunft des Sozialen", lautet das Thema, die Teilnahme ist kostenlos.

09.09.2017

WAZ/NRZ "Grenzenlos großartige Show"

Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung feierte mit über 30 Gästen ihre jüngste Auszeichnung als innovatives Top-100-Unternehmen

08.09.2017

WAZ "BGW-Preis für Duisburger Werkstatt"

Gesundheit als Schlüssel zu guter Arbeit: Was in der Theorie allseits bekannt ist, setzen die Einrichtungen der Behindertenhilfe in die Tat um.

31.08.2017

step FIRST VIEW "Labels to watch"

In der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung kam im Jahr 2015 ein visionäres Projekt ins Rollen: Das Modelabel Esthétique.

14.08.2017

Rheinische Post "Arbeit, Kreativität und Hoffnung"

Bei den Duisburger Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) finden diejenigen einen Job, die es auf dem Arbeitsmarkt sonst schwer hätten.

05.08.2017

WAZ/NRZ "Duisburger Werkstatt für Behinderte ist Top-Innovator 2017"

Unternehmen schaffte Sprung in die bundesweite Top-100-Liste

02.08.2017

Wochenanzeiger "Wir sind gerne Vorreiter"

Bei der WfbM werden Menschen mit Behinderung Sicherheitsbeauftragte

01.08.2017

BGW mitteilungen "Sicherheit inklusiv"

Bei der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung gGmbH wird Wert auf gesunde und sichere Arbeitsplätze gelegt – und auf Inklusion.

01.08.2017

Rheinische Post "Heldenhaft beim Feiern und Arbeiten"

01.08.2017

Klarer Kurs "Werkstatt startet mit eigenem Modelabel durch"

Schöne Mode entwerfen und dabei erfolgreich sein: Duisburger Werkstatt mit ihrem Label esthétique

30.07.2017

Agentur und Verlag 53°NORD "Werkstatt gründet Modelabel"

27.07.2017

WAZ/NRZ "Fortbildung für Werkstatt Mitarbeiter"

Saadet Baskaya wurde zur Sicherheitsbeauftragten ausgebildet

27.07.2017

Wochenanzeiger "Auf nach Kiel!"

Medaillenregen für Duisburger WfbM bei Special Olympics NRW

26.07.2017

Rheinische Post "Werkstatt gehört zu den TOP 100"

Die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung wurde als Top-Innovator 2017 ausgezeichnet und gehört damit zu den 100 innovativsten Unternehmen im Mittelstand in ganz Deutschland.

25.07.2017

Punkt und Kreis "esthétique – eine Werkstatt-Mode!"

Das junge Modelabel esthétique wird entworfen, geschneidert und gekonnt auf dem Laufsteg präsentiert von Menschen mit und ohne Behinderung.

08.07.2017

Wochenanzeiger "Daumen drücken für Duisburger"

Behindertenwerkstatt bei den Special Olympics in Neuss

03.07.2017

Stadt Duisburg "Wir machen Frauen stark!"

Werkstatt für Menschen mit Behinderung setzt Signal Richtung Prävention und Beratung – Mehr Informationen

Die Statistik ist eindeutig. Vorfälle von sexueller oder häuslicher Gewalt sind bei der Personengruppe der Frauen mit Behinderung sehr viel häufiger, als bei der Personengruppe der Frauen ohne Behinderung. Hinzu kommt, dass Frauen mit Behinderung nicht immer ihre Rechte kennen bzw. sich trauen, diese ganz klar zu formulieren.

Unter dem Leitsatz "Wir machen Frauen stark!" hat Helga Hermes, Beschäftige der Duisburger Werkstatt, ihre Qualifizierung zur Frauenbeauftragten erfolgreich abgeschlossen. Helga Hermes ist selbst von einer Behinderung betroffen. Als Mutter einer siebenjährigen Tochter sagt sie, dass ihr das Thema am Herzen liegt. "Ein 'Nein' bedeutet ein 'Nein'", berichtet sie von ihrem Seminar. Helga Hermes ist in der Duisburger Werkstatt ab sofort Ansprechpartnerin für die Mitarbeitenden bei Fragen zu Gewalt und Gewaltprävention.

Um sich vernetzen zu können und den Frauen bei Bedarf geeignete Beratungsstellen zu vermitteln, kann Helga Hermes sich auf die Unterstützung des Referates für Gleichberechtigung und Chancengleichheit der Stadt Duisburg verlassen. Die Gleichstellungs-/ Frauenbeauftragte Doris Freer, die Inklusionsbeauftragte Nicole Seyffert und deren Mitarbeiterin im Team Inklusion, Christiane Frost, stehen Helga Hermes als Vernetzungspartnerinnen jederzeit zur Verfügung. Sie schaffen erste Verbindungen zu den zentralen Beratungsstellen, so dass Helga Hermes im Falle des Falles schnell agieren kann. Zusätzlich wird Helga Hermes in der Werkstatt durch ihre Assistentin, Verena Knobel, unterstützt.

Aber nicht nur das Thema "Gewalt" bewegt sie. Helga Hermes möchte zusätzliche präventive Selbstbehauptungskurse ins Weiterbildungsprogramm der Duisburger Werkstatt aufnehmen lassen und Aufklärungskurse und Informationsveranstaltungen zum Thema Gleichstellung von Frauen und Männern anbieten. Die Duisburger Werkstatt stellt Helga Hermes für ihre neue Aufgabe frei und ermöglicht ihr damit, sich Raum für diese wichtigen Themen zu schaffen.

Die Duisburger Werkstatt ist im Umkreis die einzige Werkstatt, die verantwortlich eine Frauenbeauftragte ins Amt einberuft. "Wir hoffen, dass viele andere Werkstätten und Wohneinrichtungen ebenfalls eine Anlaufstelle vor Ort schaffen. Denn allein die Präsenz einer Frauenbeauftragten macht deutlich, dass genau hingesehen wird und mögliche Übergriffe schon dadurch verhindert werden können", so Roselyne Rogg, Geschäftsführerin der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Die Duisburger Werkstatt verändert darüber hinaus Strukturen. Erstmals ist eine Mitarbeiterin mit Behinderung auch Beraterin für alle Angestellten ohne Behinderung. Roselyne Rogg: "Nicht die Behinderung steht im Vordergrund, sondern die Kompetenz von Frau Hermes als Frauenbeauftragte!"

Der Weg hin zu einer inklusiven Gesellschaft, die für alle nützlich und hilfreich ist.

01.07.2017

WAZ/NRZ "Rheinpark-Gastronomie soll erweitert werden"

Neuer Radweg und ein Waldspielplatz: Mit dem zweiten Bauabschnitt könnte bald begonnen werden. Planer stellen 10,6 Millionen Euro teure Ideen in der Bezirksvertretung vor. Rat entscheidet am Montag.

28.06.2017

Wochenanzeiger "Unglaublich stolz"

Preis für Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung

26.06.2017

Werkstatt bei "Top 100" erfolgreich

Die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung zählt nun zu den 100 innovativsten Unternehmen in Deutschland – Mehr Informationen

Die Werkstatt für Menschen mit Behinderung gehört zu den 100 innovativsten Unternehmen in Deutschland. Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar überreichte Roselynne Rogg und Dezernent Reinhold Spaniel bei einer Feierstunde die Auszeichnung.

"Mit dieser Auszeichnung gehören wir zu den Besten der Besten - und das macht mich unglaublich stolz auf unsere Werkstatt", so Spaniel. Gewürdigt wurden Firmen mit überdurchschnittlichen Innovationserfolgen.

"Menschen mit Behinderung haben Talente. Und die Werkstatt schaut hin, entwickelt Ideen und Geschäftsfelder, begleitet und steuert höchst professionell neue Geschäftsambitionen, so dass Menschen mit Behinderung erfolgreich sein können", sagte Geschäftsführerin Rogg. Zu nennen seien nicht nur die Gastronomie-Betriebe "Der Kleine Prinz" und "Ziegenpeter am Rheinpark", sondern auch die Ladengalerie "Ars Vivendi" und die Duisburger "Fahrradwerkstatt" oder das Modelabel "estéthique".

"Neue Maßstäbe setzen, Gesellschaft verändern, Grenzen sprengen. In Duisburg haben wir mit der Duisburger Werkstatt einen Top-Innovator, der verändert. Unser Stadtbild und unsere Einstellung", freuen sich die Verantwortlichen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung. "Wir haben das Gefühl, dass uns nichts aufhalten kann. Wir wollen auch weiter sensibilisieren und verändern, erfolgreich sein und bleiben", so Rogg.

WAZ/NRZ, 26.6.2017

23.06.2017

"esthétique" erobert den Markt

Das Modelabel der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung wird bereits in Hamburg, Berlin und Köln verkauft. Team lieferte Nachbestellung selbst aus – Mehr Informationen

von Ulla Saal

Schöner hätten Fußballfans auch nicht jubeln können. "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin", freute sich lautstark das inklusive Team der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) im Februar dieses Jahres, als Geschäftsführerin Roselyne Rogg verkündete, dass alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen als Anerkennung für ihre Leistungen um das werkstatteigene Modelabel "esthétique" in die Bundeshauptstadt fahren dürfen.

Und die begeisterten Sprechchöre erklangen dann auch wieder im Bus, mit dem sich die 30-köpfige Truppe Ende April nach Berlin aufmachte. Eine rein touristische Reise war das aber nicht. Im Gepäck hatte die Truppe weitere Stücke ihrer Mode-Kollektion für zwei Läden in Berlin-Friedrichshain und Kreuzberg, die das Label aus Duisburg bereits vertreiben. Ende 2015 kam es auf den Markt. Seit Ende 2016 läuft die Produktion der Kollektion 2017 in den Werkstätten und nicht nur aus Berlin sind bereits Nachbestellungen eingegangen. Auch aus Hamburg, wo ebenfalls zwei Läden "esthétique" anbieten, liegen bereits weitere Order vor.

"Die Stores melden sich schon von selbst bei uns, ohne dass wir großartig Werbung gemacht haben. Das ist völlig verrückt. Aber die lassen sich von unserer Geschichte und Begeisterung anstecken", freut sich Jutta Lütke Vestert, Projektleiterin von "esthétique" in den Werkstätten. "Auf der Rückfahrt von Berlin bekamen wir einen Anruf von einem Laden aus Köln, der unsere Sachen im Sommer verkaufen will." Im Schnitt liege die Stückzahl der jeweiligen Bestellungen bei etwa 100, sagt Jutta Lütke Vestert. "Sobald die Order kommt, müssen die genäht werden. Wir produzieren nicht auf Lager." Ein Problem, dass die Werkstatt nicht mit der Produktion nachkommt, sieht sie nicht. "Mittlerweile arbeiten zehn Schneiderinnen und Schneider an der Kollektion, und mehrere haben noch Interesse daran, das zu lernen und in der inklusive Team einzusteigen", zählt die Projektleiterin auf.

Für diejenigen, die von Anfang an dabei sind, und deren Arbeit bereits mit dem German Design Award ausgezeichnet wurde (wir berichteten), war die Fahrt nach Berlin Belohnung und Motivation zugleich. Als das Team mit einem großen weißen Karton das "supermarché" in Kreuzberg betritt, strahlt auch Shopbesitzerin Nicole Jäckle und lässt sich von der Begeisterung der Truppe anstecken. Schon während gemeinsam die Kleiderstangen mit der Mode made in Duisburg bestückt werden, schieben sich Kundinnen durch das Gewühl, neugierig auf die Kollektions-Stücke, aber auch auf die Produzenten. Auf die Frage, was diese Mode für die "esthetique"-Mitarbeiter bedeutet, bringt es Michelle Beckmann, Vollzeitbeschäftigte in der Schneiderei der Werkstatt, auf den Punkt: "Unsere Arbeit ist gefragt. Hammer! Wir sind unglaublich stolz auf uns."

Das Geheimnis des Erfolges

Diese Begegnung zwischen den Ladenbesitzern und dem inklusiven "esthétique"-Team sei der Wfbm sehr wichtig gewesen, sagt Jutta Lütke Vestert. Aber eben auch die mit den Kunden. "Unsere Leute konnten mal erleben, wie unsere Mode ankommt. Zu sehen, wie stolz sie darauf sind, das war ganz großartig." Das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl, das alle Beteiligten dadurch gewonnen haben, ist Motivation für die nächste Kollektion, und es ist das Geheimnis des Erfolges.


Neue Kollektion für 2018

  • Inzwischen arbeitet das inklusive Team der Werkstatt
  • In einem angeleiteten kreativen Prozess, an dem auch der Duisburger Designer Sascha Ivan beteiligt war, wurden die Muster für die Stoffe entworfen, bevor Modedesigner aus Köln und Berlin die Kleidungsstücke entwerfen.
  • Anfang Juli 2018 wird die Kollektion in Berlin auf einer Messe den Facheinkäufern präsentiert.


20.06.2017

esthétique mit dem German Design Award ausgezeichnet!

Die international besten Designs wurden ausgezeichnet, auf der Ambiente Messe in Frankfurt, der weltweit größten Messe für Design. Unsere Geschäftsführerin Roselyne Rogg und das stellvertretende esthétique-Team mitten drin. Ein tolles Gefühl! – Mehr Informationen

Der Award ist seit dem 10. Februar endlich offiziell in unseren Händen. Und nun auch in den Händen derer, die esthétique prägen. Sie haben es möglich gemacht: unsere Designerinnen und Designer, unsere Models und unsere Schneiderinnen und Schneider. Ein wunderbares Team! Frau Rogg bedankte sich bei unserem esthétique-Team: „Das haben SIE geschafft! Vielen lieben herzlichen Dank für Ihr Engagement, Ihre Leidenschaft, Ihr Herzblut – Sie sind großartig!“

Wir dürfen alle stolz auf uns sein! Und wir sind es. 

17.06.2017

Rheinische Post "Bier aus dem Garten"

Der "Ziegenpeter" am Rheinpark in Hochfeld bietet echte Strand-Atmosphäre und ist ein beliebter Treffpunkt für Ausflügler.

01.06.2017

Gebag – Das Mietermagazin "Die einzigartige Welt des Ziegenkäses"

Über ein Restaurant, in dem Essen zum Erlebnis wird.

31.05.2017

Barrierefreiheit in Duisburg ausbaufähig

Die Stadt bemüht sich, die Barrierefreiheit in sämtlichen Bereichen weiter auszubauen. Doch in den Außenbezirken Duisburgs hakt es noch. Barrieren können aber nicht nur hohe Bordsteinkanten sein. – Mehr Informationen

von Carolin Skiba und Peter Klucken

Das Theaterkasse verfügt nun seit einigen Tagen über einen barrierefreien Zugang - eine neue Rampenanlage wurde durch das IMD gebaut. Im Zeitalter der Inklusion wird das Thema Barrierefreiheit zunehmend wichtiger. Gerade Busse und Bahnen sowie Haltestellen stellen ein Problem für Menschen mit Behinderung dar. Längst sind noch nicht alle Haltestellen ausgebaut. Gerade in den Randbezirken sei noch viel zu tun, sagt Anette Käbe, Geschäftsführerin des Vereins für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Duisburg (VKM).

Die Stadt Duisburg teilt auf Anfrage mit: "In Duisburg ist das Thema Barrierefreiheit bei jeder Planungs- und Baumaßnahme bereits seit vielen Jahren obligatorisch, unabhängig über welche Verkehrsanlage wir reden (Straßen, Plätze, ÖPNV-Haltestellen Bus und Bahn, Aufzüge an Stadtbahnhaltestellen, Lichtsignalanlagen, etc.)." Aktuelles Ausbaubeispiel für barrierefreie Plätze sei der Portsmouthplatz zwischen Hauptbahnhof und Mercatorstraße. Die Planungsregelwerke und auch die gesetzlichen Regelungen - wie z.B. der barrierefreie Ausbau von ÖPNV-Haltestellen - geben entsprechende Vorgaben zum barrierefreien Ausbau.

Im ÖPNV sieht es so aus, dass die DVG insgesamt 579 Bushaltestellen unterhält. 26 Prozent der Haltestellen sind zum aktuellen Zeitpunkt barrierefrei, teilt eine Sprecherin der DVG auf Anfrage mit. Bei den Bussen sei wichtig zu sagen, so die Sprecherin, dass sie beim Halt an der Haltestelle alle abgesenkt werden können und eine Klapprampe haben. Die Rampe ermögliche einen wesentlich einfacheren Ein- und Ausstieg. Die DVG hat 110 eigene Busse in ihrem Fuhrpark und rund 60 Unternehmerfahrzeuge, die fast alle eine Rampe besitzen.

Bei den Straßenbahnen ist die Anzahl der behindertenfreundlichen Haltestellen bereits höher. Auf der Linie 901 sind 55 Prozent (das entspricht 37 Haltestellen) barrierefrei und auf der Linie 903 63 Prozent (das entspricht 57 Haltestellen). Der Ausbau weiterer barrierefreier Haltestellen sei bereits geplant. Derzeit werde ein umfangreiches Konzept erstellt. Bei den Stadtbahnen (Linie U79) sind derzeit 26 von 40 Haltestellen barrierefrei, das entspricht 65 Prozent. Zum Vergleich: In Essen beträgt die Barrierefreiheit bei Straßenbahnen 68 Prozent. 85 Prozent der U-Bahnhöfe sind dort barrierefrei erreichbar. Von mehr als 600 Bushaltestellen sind ca. 23 Prozent barrierefrei. Die DVG wird ab 2021 sukzessive neue Niederflurfahrzeuge einsetzen, die breiter sind und damit den Abstand zwischen Fahrzeug und Bahnsteigkante verkürzen. Ab spätestens 2024 sollen dann alle neuen Fahrzeuge auf den Linien 901 und 903 unterwegs sein. Das entspricht auch den Wünschen von Anette Käbe. Oft - ob in Fahrzeugen oder Gebäuden, scheitere es für Menschen mit Behinderungen schon allein daran, dass Türen nicht breit genug sind.

"Viele Gebäude, auch Schulen, sind überhaupt nicht darauf ausgelegt, dass eingeschränkte Menschen sie nutzen können. Dabei bedeutet Barrierefreiheit einen Komfort für alle Menschen. Jeder fühlt sich wohler, wenn er mehr Platz hat", sagt sie. Es müsse ihrer Meinung nach ein Umdenken stattfinden. Weg von dem Gedanken, was man tun könne, damit sich Behinderte wohl fühlen, hin zu dem Gedanken, dass alle davon profitieren. Sie wünscht sich, dass auch in den Außenbezirken vermehrt auf behindertengerechte Nutzbarkeit geachtet werde. "Oft höre ich von Kollegen, die sich fragen, ob Duisburg bloß aus der Innenstadt besteht."

Die DVG wird bis 2022 nicht alle Haltestellen barrierefrei ausgebaut haben. Dies kann zum einen an Fördergeldern liegen, zum anderen aber auch an infrastrukturellen Gegebenheiten, die einen barrierefreien Ausbau nicht zulassen. Allerdings gibt es für eingeschränkte Fahrgäste noch das Angebot eines Begleitservices.

Roselyne Rogg, Geschäftsführerin der Werkstatt für Behinderte, macht gegenüber der RP darauf aufmerksam, dass nicht nur hohe Bordsteinkanten oder hohe Stufen beim Einsteigen in Straßenbahnen und Bussen Barrieren sein können. Es gebe auch Barrieren, die einigen Menschen die Teilnahme am normalen Leben erschweren. Roselyne Rogg erzählte von einem persönlichen Urlaubserlebnis: Auf einem Marktplatz in Frankreich habe sie bei einem Händler eingekauft, der seine Kunden bat, für ihn das Wechselgeld auszurechnen, weil er selber nicht rechnen könne. "Der Mann versteht was von der Ware, er kann sich mit Kunden unterhalten, er kann nur nicht rechnen; trotzdem kann er als Händler auf einem Markt arbeiten, wenn man ihn ein wenig unterstützt."

Wenn so etwas oder Ähnliches in einer Gesellschaft möglich sei, dann sei man dem Ziel "Barrierefreiheit" ein ganzes Stück nähergekommen, sagt Roselyne Rogg. Duisburg sei im Übrigen in Bezug auf Barrierefreiheit eine Stadt, die vielleicht sogar etwas besser als der Durchschnitt sei. "Das ist auch ein Verdienst unserer Werkstatt für Behinderte", so Rosalyne Rogg.

Duisburger Stadtpost, 31.5.2017

27.05.2017

Das Modelabel der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung startet durch!

"esthétique" hat geschafft, wovon viele junge Modelabels träumen... Seit Ende 2015 ist das Modelabel der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung auf dem Markt und bereits jetzt in mehreren Stores in Berlin und Hamburg vertreten. – Mehr Informationen

"Wir sind bereits in der zweiten Phase. Die Erstbestellungen sind fast ausverkauft, und die Ladenbesitzerinnen fordern Nachschub", freut sich Roselyne Rogg, Geschäftsführerin der Werkstatt. Und obwohl das esthétique-Team viel zu tun hat, nimmt es sich die Zeit, die Nachbestellungen aus Berlin persönlich auszuliefern.

"Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin!" - laute Sprechchöre erklangen denn auch, als Roselyne Rogg verkündete, dass das esthétique-Team gemeinsam die Berliner Stores besucht. Die Duisburger Werkstatt macht vieles möglich. Menschen mit Behinderung werden zu Models, Designern und fertigen Mode, die man haben will. Das esthétique-Team bringt nicht nur Mode nach Berlin, sondern viel mehr. Die Begeisterung und Lebensfreude sind ansteckend. Inklusion wird gelebt.

Storebesitzerin Nicole Jäckle strahlt, als das Team mit einem großen, weißen Karton durch die Ladentür tritt. Die erste Nachbestellung ist in Berlin angekommen. Gemeinsam werden die Kleiderstangen aufgefüllt. "Ich brauche mehr Bügel!" ruft eines der Models, das behutsam ein Satinkleid auf einen Bügel hängt. Neugierig drängen sich Kundinnen durch die Menschengruppe. Auf die Frage, was das mit den esthétique-Mitarbeitern macht, antwortet Michelle Beckmann: "Unsere Arbeit ist gefragt. Hammer! Wir sind unglaublich stolz auf uns."

Die Produktion läuft auf Hochtouren. Während der Rückfahrt nach Berlin erreicht das Team eine neue Bestellung aus Köln. Souverän meistert das Team diese und auch alle weiteren Aufträge.

Wochen-Anzeiger Duisburg, 27.5.2017